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Psychische Störungen von A - Z
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Zwang
Psychische Störungen, bei denen Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen im Vordergrund stehen.
Auch gesunde Menschen kennen ähnliche Eigenschaften, etwa das strikte Bedürfnis nach einer bestimmten Ordnung oder unbedingter Sauberkeit. Erst wenn die Zwänge aber die Person in den normalen Tagesabläufen, den beruflichen Leistungen oder den sozialen Kontakten beeinträchtigen und sie über eine längere Zeit des Tages beschäftigen, kann von einer krankhaften Zwangsstörung gesprochen werden.
Versucht eine Person sich den inneren Zwängen zu widersetzen, die Zwangsgedanken zu ignorieren oder zu unterdrücken oder Zwangshandlungen nicht auszuführen, tritt eine intensive innere Spannung mit vorherrschender Angst auf. Bei den Zwangsgedanken handelt es sich meist um Zwangsvorstellungen aggressiven Inhalts (z. B. jemandem etwas anzutun) oder um Zwangsgedanken, die sich mit Verschmutzung und Kontamination befassen.
Zwangshandlungen sind ursprünglich zweckgerichtete Verhaltensweisen (z. B. Waschen, Kontrollieren, ob Geräte ausgeschaltet sind), die meist in ritualisierter Form schematisch ausgeführt werden. Ihrer Wiederholung dient dazu, Anspannung und Angst zu verringern oder ein befürchtetes Ereignis zu verhindern und unwirksam zu machen.
Die Gedanken oder Handlungen erlebt die Person als ihre eigenen, es handelt sich nicht um fremde Stimmen, die sie gegen ihren Willen beeinflussen. Im Allgemeinen erlebt die Person diese Handlungen zumindest zeitweise als ineffektiv und sinnlos. Sie wehrt sich gegen mindestens einen der Impulse, wenn auch vergeblich. Die Gedanken und Handlungen sind ihr nicht angenehm und wiederholen sich in unangenehmer Weise wenigstens zwei Wochen lang an den meisten Tagen.
im Internet: www.zwaenge.de
Siehe auch:
neurotische, Belastungs- und somatische Störungen
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