Nationales Gesundheitsziel: Depression
28.11.2005: Depressive Erkrankungen stehen unmittelbar davor, als "Nationales Gesundheitsziel" mit dringendem gesundheitspolitischen Handlungsbedarfs verabschiedet zu werden.
Eine Arbeitsgruppe der Gesellschaft für Versicherungswirtschaft (GVG) stellte jetzt in Berlin ihre abgestimmten Ergebnisse vor, deren endgültige Fassung für Anfang 2006 vorgesehen ist. Depressive Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen in modernen Industriestaaten. Nach Diabetes mellitus Typ II, Brustkrebs, Tabakkonsum, Gesund aufwachsen und Patientensouveränität sind sie als sechstes bundesweites Gesundheitsziel vorgesehen.
Die GVG-Arbeitsgruppe präsentierte folgende übergeordnete Ziele in der Versorgung depressiver Patienten:
- Aufklärung:
- Prävention:
- Diagnostik, Indikationsstellung und Therapie:
- Stärkung der Patienten und Betroffenen:
- Rehabilitation:
- Versorgungsstruktur:
Darüber hinaus definierte die GVG-Arbeitsgruppe zehn "Startermaßnahmen", die wichtige Akteure in Politik, Gesundheitsversorgung und Wissenschaft auffordert, sich in ihrem jeweiligen Bereich für eine bessere Behandlung depressiver Störungen ein-zusetzen.
"Nationale Gesundheitsziele" sind ein Kooperationsprojekt der GVG und des Bundesgesundheitsministeriums (BMGS). Unter dem Dach der GVG arbeiten mehr als 70 Organisationen, um im Konsens exemplarische Gesundheitsziele und Umsetzungsstrategien zu definieren, die es ermöglichen möglichst wirksam und wirtschaftlich die gesundheitliche Situation der Bevölkerung zu verbessern. Das Konsensprinzip hat maßgeblich zum bisherigen Erfolg der Idee der "Nationalen Gesundheitsziele" beigetragen. Es gehört zum Selbstverständnis der GVG-Gremien, interessenneutral zu arbeiten und Inhalte objektiv und frei von Wertungen zu vertreten.


